· 

Das Ziel vor Augen

Überall herrscht gerade der Wettlauf des Wachstums, duftende Blumen, erste Blätter an Sträuchern und vorwitzigen Bäumen. Mich juckt es in den Fingern mein Hochbeet auf dem Balkon einzurichten, obwohl es noch zu früh ist. Der Frühling ist trotz kalter Tage nicht mehr aufzuhalten. Die Farben und das Wachstum ist pure Freude.

 

Einmal an einem wunderschönen Morgen genoss ich ein paar herrliche Momente am Funtenensee. Dort war fast «alles» im wahrsten Sinn des Wortes in Bewegung.

Es tummelten sich im Schilf am See unzählige Kröten. Es schien mir, als wäre ein richtiges Fest im Gang: Paarungszeit! Lustig war es anzusehen wie die kleinen Männchen alles packten, was sich bewegte und bestiegen. Manchmal stürzten sich im Wasser gerade mehrere Männchen auf ein Weibchen. Es war zuweilen, fast etwas gruselig. Nichts konnte die Tiere scheinbar davon abhalten, ihr Ziel zu erreichen. Es war ein unglaublich reges Treiben. Das machte mich neugierig und ich musste nachlesen, was das auf sich hatte. Denn nicht nur die um einiges, grösseren Weibchen wurden bestiegen. Nein, auch ein im Wasser treibendes Stück Holz oder wie mir jemand am Ufer des Sees erzählte: Sie habe den Fuss ins Wasser gestreckt, um zu sehen, was passiert und prompt, erstieg ihn sofort ein Männchen. 

So fand ich unter anderem Folgendes (gekürzt):
www.hansthiele.de/galerie/lurche/kroete-b-2.htm

 

 In warmen und feuchten Frühjahrsnächten - die Temperaturen müssen ca. 6 - 8°C betragen -   verlassen die Erdkröten ihre Winterverstecke und wandern zu ihren angestammten Laichplätzen.
 Trifft ein Männchen dabei auf eine andere Kröte, so wird diese mit den Vorderbeinen   umklammert. Alle sich bewegenden Gegenstände einer bestimmten Größe lösen   dieses Verhalten aus. Das Männchen lässt nur dann los, wenn ein umklammertes Männchen sich   
 durch Abwehrlaute zu erkennen gibt. Ein Weibchen bleibt dagegen stumm und trägt dann sogar das     klammernde Männchen bis ins Laichgewässer. Dadurch hat es sich einen Geschlechtspartner   gesichert.
  Männchen erkennt man dann leicht an dunkelbraunen Schwielen an den Vorderfüßen.

 

 

Der Laich wird dann im Wasser in Form von Schnüren abgegeben, die um Zweige gewickelt werden und gleichzeitig beim Ablaichen spritzt das Männchen das Sperma drauf. Dieser Vorgang dauert ca. 6 - 12 Stunden, dabei werden ca. 3000 - 6000 Eier mit einem Durchmesser von je        1,5 - 2 mm abgegeben. Daraus entwickeln sich die Kaulquappen und nach ca. 2-einhalb bis 3 Monaten gehen die kleinen Kröten an Land. Diese sind dann nach 3 - 5 Jahren geschlechtsreif und treten im Frühjahr die Wanderung zu den Laichgewässern an, wie schon ihre Eltern.

 

https://www.tiere-im-garten.de/erdkroeten-paarung.htm

 

Mein Fokus wanderte auf die klare Zielorientierung der kleinen Tiere. Sie sprachen förmlich zu mir: Nichts kann sie aufhalten, das zu vollenden, was sie anstreben. Natürlich könnte man sagen, das ist ihr «Trieb». Und doch sprach es mich an:

       

          Weiss ich so klar, was meine Aufgabe ist? Will ich das überhaupt wissen?
Gerade dann, wenn es schwierig wird. Dann wenn ich alleine mit meinem "Ziel" stehe. Dann wenn dieses unmöglich scheint. Dann wenn es nicht gelingen will...
Bin ich dann bereit für meine Ideale, meine Ziele alles zu geben? Und sogar dann, wenn ich mich kurzzeitig an etwas Falsches klammere?
Gilt für mich sogar dann, aus Fehlern lernt man auch! 
Oder jammere ich vielleicht tatenlos, gar keine Vision zu haben?

Vielleicht fühlen wir uns manchmal auch so klein und unbedeutend wie eine Kröte. Doch die aktiven Vierbeiner haben mir eine Lektion erteilt. Sie tun, was zu tun ist und bewirken in ihrem kleinen Radius ganz viel. Man stelle sich vor, es entstehen daraus 3000 – 6000 kleine Kaulquappen. Im Mikrokosmos dieser Vierbeiner doch eine ganze Menge, nicht!?

Genauso ist es im blühenden Frühling: Scheinbar aus dem Nichts entsteht Leben in seiner ganzen Schönheit, überfliessend, ermutigend, wunderschön! Das aus alten, längst vergessenen Samen…

Ich wünsche Ihnen viel Freude in ihrem (kleinen oder grossen) Radius, den sie bewegen und verändern. Sie sind wichtig, einmalig und wertvoll!

Schöne, warme Frühlingstage und nachfolgend noch ein paar Schmunzelmomente!

 

 

Irene Hunziker

 

P.S. und viel Vergnügen beim «Käffelen» auf einer warmen Restaurantterasse (siehe folgendes Video!

Froschwitze

Was bestellt ein Frosch im Restaurant?
Quark!

Was ist schwarz-weiß, steht auf der Weide und macht Quark? 
Eine Kuh mit Fremdsprachkenntnissen!
 

Geht ein Frosch zum Arzt und beschwert sich: "Ich hätte so gerne einen großen Schmollmund". Darauf antwortet der Arzt: "Kein Problem, sagen sie einfach jeden Tag zehnmal Konfitüre und kommen Sie nach zwei Wochen wieder!" Gesagt getan kommt der Frosch nach zwei Wochen wieder, hat jedoch einen noch schmaleren Mund. Da sagt der Arzt entsetzt: "Oh Nein, Sie haben Marmelade statt Konfitüre gesagt!"

Kommt ein Mann mit Frosch auf dem Kopf zum Arzt. Fragt der Arzt: "Was haben Sie denn gemacht?" Sagt der Frosch: "Ach, ich wollte nur auf einen Sprung vorbeischauen."
Kommt der Mann kurz darauf mit zwei Fröschen auf dem Kopf zum Arzt zurück, dieser fragt: "Haben sie ihre Versicherungskarte jetzt dabei?" Antwortet der Mann: "Nein, aber ein paar Kröten."

Humpelt ein Frosch am Teich herum. Da fragt ihn ein anderer Frosch: "Was hast du denn gemacht?" Sagt der verletzte Frosch: "Brille vergessen, hab’nen Knallfrosch geküsst!"

 

Download
Wohlverdienter Restaurantbesuch.mp4
MP3 Audio Datei 13.7 MB

 

VORANZEIGE:
Achtung leider wegen Corona
auf unbestimmte Zeit verschoben!

Einladung zur Buchpräsentation

 

Der steinige Pfad ins Licht (2. Buch)

 

Bödelibibliothek, Marktgasse 4, 3800 Interlaken


Umrahmung mit Musik und Bildern aus dem Haslital und den Handlungsorten des Buches

 

Alle sind herzlich eingeladen!