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Fadenquarze

Fadenquarze

 

Manchmal kann das Leben schöner nicht sein, voll Glück und Freude! Man befindet sich auf der «Hauptstrasse des Lebens»! Alle Wege sind offen, breit und ohne Hindernisse! Alles ist gut, Zufriedenheit breitet sich aus. Doch dann kommt - im übertragenen Sinn – plötzlich eine schmale, unübersichtliche Strasse, Bergwege, Sackgassen oder sogar Gratwanderungen, die alles kosten…

 

Dieses Jahr fanden mein Mann und ich beim Strahlen viele, spezielle Mineralien, die eine solche Geschichte erzählen. Es handelt sich um Fadenquarze! Was ist daran besonders? Das Mineral hat in der Mitte einen Strich – einen "Faden", der die Einzelteile der Quarzstücke verbindet. Diese sind nämlich während ihres Wachstums hunderte Male zerbrochen und das über eine Zeitdauer von Abertausenden von Jahren. Dauernd sind sie zerbrochen und wieder zusammengewachsen. Am Ende ergab sich daraus etwas einzigartig Schönes!

Für mich ist es ein herrliches Bild und Symbol der Kraft für unser menschlichen Seins: Auch wir erleben Zerrbruch, Leid, Schmerz und schwere Zeiten. Da läuft es nicht so, wie wir es möchten, oder wie wir es anderen wünschen würden. Der Fadenquarz erzählt, aus Zerrbruch kann trotzdem ein herrliches Ganzes entstehen!  Es ist ein Hindurchgehen, Warten, Geduld haben, Zulassen und braucht viel Zeit, viel Energie. Nur so können einzelne Puzzelstücke des Lebens vernarben, und wieder zusammenwachsen, gehalten durch eine zuverlässige Mitte. 

 

In dem Sinn wünsche ich Ihnen allen, neuen Mut zu hoffen, dass immer zur rechten Zeit Neues, Gutes entsteht! Diese Hoffnung und Quelle ist für mich wie der Faden des Minerals, der alles zusammenfügt zu einem Ganzen! Darum viel Kraft, dort wo Ihre Quelle ist und wie immer Sie sie auch nennen! ... für mich ist sie Gott, unser Schöpfer und Vater!

 

 

Herzlich 

 

Irene Hunziker

 

Nachfolgend ein paar Kostproben des Minerals:

 

Die wissenschaftliche Erklärung

Fadenquarz

Die Öffnung einer Kluft mit Fadenquarzen erfolgt in kleinen Schritten. Beim ersten Öffnungsimpuls wurden die gesteinsbildenden Mineralen durch scherende Spannungsimpulse ein erstes Mal gebrochen und in der Folge unvollständig verheilt. Während rhythmischen, wiederkehrenden Öffnungsbewegungen des Kluftraumes um geringste Beträge sich erweiterten, wurden die in den Kluftraum gespannten Minerale fortwährend gebrochen und immer wieder meist unvollständig verheilt. Entlang der Bruchstellen hinterblieb eine Abfolge von schnurrartrigen Hohlräumen, welche mit einer wässerigen Lösung gefüllt wurden und als Faden bezeichnet werden. Oft überholte die Öffnungsgeschwindigkeit die Wachstumsgeschwindigkeit, dann brach der Faden ab, und der Quarz wuchs nun ungestört in den entstandenen Klufthohlraum hinein. Dieser Vorgang hat sich während der Hebung des alpinen Deckengebäudes vor rund 17 bis 18 Millionen Jahre ereignet.

 

Quelle: Mineralien und Fossilienatlas

-      NEAT Mineralien, Prof. Dr. Josef Mulis, S 220

-      Mineralienlexikon der Schweiz, Stalder, Wagner, Graeser, Stuker, S 326

 

 

 

 

Es folgt das beliebte Video

Hier noch ein Tränenknüller! Natürlich zum Lachen!

Etwas, wenn die Puzzelteile des Lebens schon länger (schön) zusammengefügt sind! Grins!

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Zusammengefügte Puzzelteile!
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        VORANZEIGE

Einladung zur Buchpräsentation

 

Der steinige Pfad ins Licht (2. Buch)

 

Dienstag, 13. Oktober 2020

Gemeindebibliothek, Kirchgasse 13, 3714 Frutigen

Beginn um 19.30 h Uhr
Umrahmung mit Musik und Bildern aus dem Haslital und den Handlungsorten des Buches

Im Anschluss an die Lesung folgt ein Apero.

Alle sind herzlich eingeladen!